Skizzen und Entwürfe auf einem Designertisch. Foto: Lesia und Serhii Artymovych, Unsplash.Skizzen und Entwürfe auf einem Designertisch. Foto: Lesia und Serhii Artymovych, Unsplash.

Was kostet ein professionelles Logo in der Schweiz?

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Ein Logo kann einige hundert Franken kosten. Ein vollständiges Corporate Design kann ein fünfstelliges Budget erfordern. Beide Angebote können für das richtige Unternehmen sinnvoll sein. Entscheidend ist nicht allein der Preis, sondern was entwickelt, geprüft und am Ende übergeben wird.

Wer in der Schweiz ein Logo gestalten lassen möchte, trifft auf sehr unterschiedliche Offerten. Eine einfache Wortmarke für ein junges Unternehmen ist eine andere Aufgabe als ein Markenauftritt, der auf Fahrzeugen, Verpackungen, einer Website und an mehreren Standorten funktionieren muss. Dieser Beitrag ordnet veröffentlichte Schweizer Preisbeispiele ein und zeigt, welche Fragen Sie vor der Beauftragung stellen sollten.

Die Beträge sind Beispiele aus öffentlich zugänglichen Angeboten und keine verbindlichen Marktpreise oder Preisliste von Y STUDIO. Stand: September 2026.

Was kostet ein professionelles Logo in der Schweiz?

Die Preisunterschiede werden verständlicher, wenn man die enthaltene Arbeit betrachtet. Drei veröffentlichte Beispiele zeigen die Bandbreite:

  • Ab CHF 590: Die Logodesign Agentur in Winterthur nennt einen Einstiegspreis für individuell gestaltete Firmenlogos. Laut Anbieter gehören Beratung, persönlicher Kontakt und verschiedene Logovarianten dazu. Die konkrete Offerte hängt von Entwürfen, Varianten und Komplexität ab.
  • CHF 1’500 bis CHF 4’000: Spreng Design veröffentlicht diesen Rahmen für die Logoentwicklung. Genannt werden Briefing, Skizzen, Digitalisierung, Varianten, Dateiformate und eine Logo Guideline. Die Angaben verstehen sich dort ohne Mehrwertsteuer.
  • CHF 8’000 bis CHF 25’000 oder mehr: Collective Agency nennt diesen Orientierungsrahmen für umfassendes Corporate Design aus Studio oder Agentur mit Strategie, visuellem System und Manual. Das ist ausdrücklich mehr als eine einzelne Logogestaltung.

Diese Anbieterbeispiele sind keine statistische Erhebung des Schweizer Marktes. Sie helfen aber, den wichtigsten Unterschied zu erkennen: Zwei Preise lassen sich erst vergleichen, wenn die dazugehörenden Leistungen klar sind.

Wofür bezahlen Sie bei einer professionellen Logoentwicklung?

1. Das Unternehmen verstehen

Am Anfang stehen Fragen, keine Skizzen. Wer kauft Ihr Angebot? Weshalb entscheiden sich Kunden für Sie? Wo wird das Zeichen eingesetzt? Welche Anforderungen gibt es an Lesbarkeit, Branche und bestehende Markenwerte? Ohne diese Antworten wird die Gestaltung schnell zur reinen Geschmacksfrage.

Die Grundlage dafür ist eine klare Positionierung. In unserem Beitrag Warum Qualität, Service und Zuverlässigkeit noch keine Positionierung sind zeigen wir, wie Schweizer KMU einen relevanten Unterschied verständlich machen.

2. Gestaltungsrichtungen entwickeln

Ein individuelles Logo entsteht durch Ausprobieren, Vergleichen und Reduzieren. Eine gute Präsentation zeigt nicht nur unterschiedliche Formen, sondern erklärt auch die Entscheidungen dahinter. Was soll das Zeichen vermitteln? Warum passt es zur Zielgruppe? Wo liegen die Grenzen einer Idee?

Wie solche Entscheidungen aussehen können, zeigen wir in unserem Artikel Sechs Logos, sechs Entscheidungen. Dort sehen Sie Arbeiten für Immobilien, technischen Service, Transport und Medizin mit Einblick in den jeweiligen Gedanken hinter der Gestaltung.

3. Das Logo im Alltag prüfen

Ein Logo muss auf mehr funktionieren als einer schönen Präsentationsfolie. Auf einem Fahrzeug wird es aus Distanz betrachtet. Im Browser erscheint es möglicherweise nur wenige Millimeter gross. Auf einem Formular muss es auch ohne Farbe lesbar bleiben.

Deshalb gehören Tests in Schwarz und Weiss, in unterschiedlichen Grössen und auf wichtigen Anwendungen zum Prozess. Nicht jedes Unternehmen braucht dieselben Tests. Bei einem Handwerksbetrieb sind Beschriftungen wichtig, bei einem digitalen Dienstleister eher Website, App Icon und Social Media Profil.

4. Reinzeichnung und saubere Übergabe

Nach der Auswahl wird das Zeichen technisch fertiggestellt. Proportionen und Abstände werden bereinigt, Varianten definiert und Dateien exportiert. Zur Offerte gehört auch eine klare Aussage darüber, wie viele Korrekturrunden eingeschlossen sind und wie zusätzliche Arbeiten verrechnet werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Logo und Corporate Design?

Das Logo ist ein Zeichen zur Wiedererkennung. Corporate Design ist das visuelle System, in dem dieses Zeichen verwendet wird. Dazu gehören Farben, Schriften, Bildsprache, grafische Elemente und Regeln für unterschiedliche Medien.

Ein Beispiel: Das neue Logo steht auf Ihrer Website, aber jede Offerte verwendet eine andere Schrift und jeder Social Media Beitrag andere Farben. Das Logo kann gut gestaltet sein. Trotzdem fehlt dem Gesamtauftritt eine klare Linie.

Ein kleines Unternehmen benötigt dafür nicht zwingend ein umfangreiches Markenbuch. Häufig reichen wenige verständliche Regeln und gute Vorlagen. Wer regelmässig mit externen Partnern arbeitet oder viele Materialien produziert, profitiert dagegen von einer ausführlicheren Dokumentation. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Was ein Visual Identity System wirklich ist.

Welche Dateien sollten Sie nach dem Projekt erhalten?

Ein Logo ist erst dann praktisch nutzbar, wenn Sie die richtigen Dateien und klare Anwendungsregeln besitzen. Vereinbaren Sie die Übergabe vor Projektbeginn.

  • Vektordateien: SVG sowie eine geeignete PDF Datei, damit sich das Logo ohne Qualitätsverlust vergrössern lässt. Je nach Druckerei kann zusätzlich EPS sinnvoll sein.
  • Bilddateien: zum Beispiel PNG mit transparentem Hintergrund für Präsentationen und digitale Anwendungen.
  • Farbvarianten: die vorgesehenen Versionen in Farbe sowie Schwarz und Weiss. Bei Bedarf auch eine kompakte Version für kleine Flächen.
  • Farbwerte und Schriften: die relevanten Angaben für Bildschirm und Druck sowie Hinweise zu nötigen Schriftlizenzen.
  • Kurze Anwendungsregeln: Mindestgrösse, Schutzraum und typische Fehler, wenn der Projektumfang dies vorsieht.
  • Nutzungsrechte: eine schriftliche Vereinbarung darüber, für welche Zwecke und in welchem Umfang Sie das Ergebnis verwenden dürfen.

Klären Sie auch, ob offene Arbeitsdateien Bestandteil der Übergabe sind. Sie sind nicht automatisch in jedem Angebot enthalten. Dasselbe gilt für die Recherche nach bestehenden Marken und eine allfällige Markenanmeldung. Beides sollte ausdrücklich vereinbart werden, wenn es Teil des Auftrags sein soll.

Wer sich für den Umgang mit Dateien und die Betreuung nach einem Auftrag interessiert, findet weitere praktische Fragen in unserem Beitrag Was passiert nach dem Projekt?.

Warum ist ein günstiges Logo nicht automatisch eine schlechte Wahl?

Ein begrenztes Budget ist kein Fehler. Wenn die Positionierung bereits feststeht und lediglich eine schlichte Wortmarke benötigt wird, kann ein kleiner Auftrag sinnvoll sein. Vielleicht genügt eine Gestaltungsrichtung mit einer Korrekturrunde. Das ist ein anderer Leistungsumfang als die Entwicklung einer neuen Marke mit Strategie, mehreren Anwendungen und einem ausführlichen Manual.

Bei günstigen Angeboten lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Bedingungen. Wird eine Vorlage verwendet oder individuell gestaltet? Welche Varianten sind im Preis enthalten? Bekommen Sie Vektordateien? Wer darf das Zeichen später wie verwenden? Was kostet eine zusätzliche Korrektur?

Umgekehrt ist auch eine hohe Offerte nicht allein wegen ihres Preises besser. Lassen Sie sich erklären, welche Arbeit damit verbunden ist und welche Ergebnisse Sie tatsächlich erhalten.

Acht Fragen, mit denen Sie Logoofferten vergleichen können

Bitten Sie Anbieter, dieselben Punkte schriftlich zu beantworten. Dann vergleichen Sie nicht nur Endbeträge, sondern konkrete Leistungen.

  1. Welche Gespräche, Recherchen und strategischen Arbeiten sind enthalten?
  2. Wie viele unterschiedliche Gestaltungsrichtungen werden präsentiert?
  3. Wie viele Korrekturrunden sind eingeschlossen und was gilt als Zusatzarbeit?
  4. Welche Varianten und Dateiformate werden übergeben?
  5. Sind Anwendungsbeispiele oder eine Logo Guideline enthalten?
  6. Wie werden Nutzungsrechte, Schriftlizenzen und verwendetes Drittmaterial geregelt?
  7. Was kosten spätere Anwendungen wie Briefpapier, Fahrzeugbeschriftung oder Website Elemente?
  8. Versteht sich der angegebene Preis inklusive oder exklusive Mehrwertsteuer?

Eine Offerte, die diese Fragen klar beantwortet, spart später Diskussionen und erleichtert die Entscheidung.

Wann lohnt sich ein neues Logo überhaupt?

Manchmal liegt das Problem nicht beim Logo. Vielleicht fehlen nur gute Dateien, konsistente Farben oder einheitliche Vorlagen. Vielleicht ist das Zeichen zwar älter, aber bei Ihren Kunden bekannt und funktioniert weiterhin gut. Ein Redesign sollte deshalb einen konkreten Anlass haben.

Ein neuer Auftritt kann dagegen sinnvoll sein, wenn sich Ihr Angebot oder Ihre Zielgruppe grundlegend verändert hat, das bestehende Zeichen technisch kaum nutzbar ist oder verschiedene Geschäftsbereiche ein gemeinsames visuelles System benötigen. Bevor Sie gestalten lassen, prüfen Sie, was erhalten bleiben soll und was wirklich verändert werden muss.

Was kostet Ihr Logo bei Y STUDIO?

Bei Y STUDIO beginnt die Arbeit mit der Frage, was Ihr Unternehmen braucht. Ein einzelnes Zeichen, eine überarbeitete Wortmarke und ein vollständiger Markenauftritt sind unterschiedliche Projekte. Darum erstellen wir eine Offerte auf Basis von Ziel, Umfang und benötigten Anwendungen, statt einen pauschalen Marktpreis für jede Aufgabe zu versprechen.

Wenn Sie eine konkrete Offerte prüfen oder unsicher sind, ob ein neues Logo überhaupt nötig ist, zeigen Sie uns Ihren aktuellen Auftritt. Wir besprechen, welche Arbeit sinnvoll ist und was Sie am Ende erhalten sollen.

Markenauftritt mit Y STUDIO besprechen

Bildnachweis: Hauptbild von Lesia und Serhii Artymovych, Vorschaubild von Andy Brown. Beide Fotos von Unsplash und gemäss Unsplash Lizenz verwendet.